Wohnraum-Mietvertrag

Worauf Mieter achten sollten

Nach der Besichtigung und der Wohnungszusage halten Sie endlich den Mietvertrag in den Händen. Spätestens jetzt beginnt die Vorfreude auf die neue Wohnung. 

Mietvertrag abschließen

Mietverträge über Wohnraum müssen grundsätzlich nicht schriftlich geschlossen werden. Dennoch ist es stets ratsam, einen Mietvertrag schriftlich abzuschließen, damit beide Vertragsparteien Klarheit über die übernommenen Rechte und Pflichten erlangen. Dies kann auch im Falle eines späteren Streits bei Beweisfragen hilfreich sein. 

So wird der Mietvertrag wirksam

Unabhängig davon, ob der Mietvertrag schriftlich oder mündlich geschlossen ist, muss zwischen den Parteien vereinbart sein, wer mit wem ein Mietverhältnis eingeht und welche Wohnung ab wann für welchen Mietpreis vermietet wird. Vereinbarungen sollten zudem zu den Betriebskosten getroffen werden. Heizung und Warmwasser werden meist separat abgerechnet. Haben Mieter und Vermieter den Mietvertrag unterschrieben oder durch mündliche Vereinbarung geschlossen, ist er grundsätzlich wirksam. Das Mietrecht sieht kein Widerrufsrecht vor. 

Kostenfallen vermeiden

Genießen Sie sehr niedrig angesetzte Betriebskosten immer mit Vorsicht: Spätestens bei der ersten Betriebskostenabrechnung können hier hohe Nachzahlungen drohen. Außerdem sollten Sie beachten, dass Sie dem Vermieter Modernisierungen, die Sie auf eigene Kosten durchführen, am Ende der Mietzeit nicht in Rechnung stellen können. Der Vermieter hat sogar die Möglichkeit, auf die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands zu bestehen. Wenn Sie also zum Beispiel einen neuen Boden verlegen möchten, bietet sich eine Modernisierungsvereinbarung mit dem Vermieter an.

Mietvertrag kündigen

Vermieter und Mieter können in der Regel nur unter Einhaltung gesetzlicher Fristen kündigen. Der Mieter muss grundsätzlich eine Kündigungsfrist von drei Monaten einhalten. Wenn der Vermieter kündigt, richtet sich die Frist nach der Dauer des Mietverhältnisses – dabei kommt es darauf an, ob es länger als fünf, acht oder zehn Jahre besteht. Außerdem muss der Vermieter eine Kündigung begründen. Der Mieter ist dazu nicht verpflichtet. Eine Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Wer zusammen mit seinem Partner oder Freunden eine Wohnung mietet, kann den Mietvertrag auch nur gemeinsam kündigen. Es sei denn, laut Mietvertrag sind wechselnde Mieter möglich. 

Außerordentliche fristlose Kündigungsrechte beim Mietvertrag

Ein Wohnraum-Mietvertrag kann von Mieter oder Vermieter auch außerordentlich gekündigt werden, wenn die Fortsetzung des Vertrags nicht zumutbar ist. Wann ein Grund zur fristlosen Kündigung vorliegt, muss im Einzelfall entschieden werden. Ein Mieter kann in der Regel außerordentlich fristlos kündigen, wenn er zum Beispiel durch Wohnungsschäden erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigungen ausgesetzt ist. Der Vermieter kann das Recht zur fristlosen Kündigung unter anderem nutzen, wenn der Mieter die Hausordnung wiederholt und nachhaltig verletzt. 

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