Immobilie als Kapitalanlage

So finden Sie das richtige Objekt für Ihre Investition

Niedrigzins und eine geringe Rendite für Sparer sorgen dafür, dass Immobilien als Kapitalanlage immer beliebter werden. Mit dem Immobilienkauf allein ist der Gewinn aber nicht garantiert. Entscheidend für eine gute Rendite sind auch die Auswahl des richtigen Standorts und die Wahl eines geeigneten Objekts.

Die richtige Immobilie als Kapitalanlage finden

  • Wählen Sie einen attraktiven Standort, um hohe Mieteinnahmen zu erzielen.
  • Die Mieterperspektive hilft bei der Auswahl.
  • Der Zustand der Immobilie wirkt sich auf die Kosten aus.
  • Der Kaufpreis sollte dem Marktwert entsprechen.
  • Bilden Sie Rücklagen für Erhaltungskosten.

Lohnt sich die Investition in eine Immobilie?

Die Sterne stehen gut für sogenanntes Betongeld: Niedrige Zinsen sorgen für Kredite zu günstigen Konditionen. Die Rendite für Sparprodukte ist hingegen eher gering. Der Aktienmarkt kann zwar rentabel sein, der Kauf von Aktien ist aber auch mit Risiken verbunden. In dieser Situation greifen Kapitalanleger gerne auf eine solide Anlageform zurück und investieren ihr Geld in Eigentumswohnungen oder Häuser. Häufig werden diese genutzt, um Einnahmen durch Vermietung zu erwirtschaften. So können Sie eine Immobilie als Renditeobjekt nutzen, um langfristig Vermögen aufzubauen. Grundsätzlich sind Immobilien eine werterhaltende Geldanlage und dienen zusätzlich der Altersvorsorge – vorausgesetzt Sie entscheiden sich für das richtige Objekt. Ein zusätzlicher Vorteil: Die Inflation beeinflusst den Wert dieser Objekte kaum.

Attraktiver Standort für hohe Mieteinnahmen

Möchten Sie Ihre Eigentumswohnung, Ihr Einfamilienhaus oder Ihr Mehrfamilienhaus vermieten, sind Ihre Mieterträge stark vom Standort abhängig. Ein attraktives Gebiet sorgt automatisch für eine gute Nachfrage und somit für höhere Mietzahlungen. Kriterien wie die Entwicklung des Mietpreisspiegels, der Einwohnerzahl und der Arbeitslosenquote geben Aufschluss darüber, in welche Gegend es Menschen zieht. Diese Standorte sind für Kapitalanleger besonders interessant.

Als Vermieter Mieterperspektive berücksichtigen

Versetzen Sie sich bei der Auswahl Ihrer Immobilie in die Rolle der Mietinteressenten. Ihnen sind zum Beispiel eine gute Verkehrsanbindung, Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten sowie die Lage wichtig. Ist die Wohnung für potenzielle Mieter interessant, wirkt sich das positiv auf Ihre monatlichen Mieteinnahmen aus.

Zustand der Immobilie beeinflusst Rendite

Der Immobilienpreis scheint auf den ersten Blick sehr niedrig? Lassen Sie sich davon nicht blenden. Letztendlich sollte der Zustand darüber entscheiden, ob sich ein Hauskauf oder Wohnungskauf lohnt und der Preis angemessen ist. Denn wenn die Anlageimmobilie nicht dem aktuellen Wohnstandard entspricht oder die Bausubstanz marode ist, fallen Sanierungskosten an und Ihre Rendite ist niedriger als erwartet. Lassen Sie sich deshalb während der Immobilienbesichtigung ein Exposee vom Vermieter oder Makler vorlegen. Achten Sie dabei zum Beispiel auf das Baujahr, die Heizungsanlage, den Energieausweis und die Nebenkosten des Hauses.

Immobilienpreis und Wiederverkaufswert

Wichtig für die Rentabilität ist, dass der Kaufpreis nicht den Marktwert der Anlageimmobilie überschreitet. Selbst wenn eine Eigentumswohnung zu Beginn wie ein echter Glücksgriff erscheint, können einige Faktoren die Attraktivität und damit auch den Wiederverkaufswert negativ beeinflussen. Verwüstet zum Beispiel ein Mieter die Wohnung, entstehen unvorhergesehene Renovierungskosten. Oder ein ehemals beliebter Standort kann seine Anziehungskraft verlieren, weil der größte Arbeitgeber in der Region schließen muss. Mithilfe einer Immobilienbewertung lässt sich herausfinden, wie viel ein Haus wert ist. Dabei gibt es unterschiedliche Verfahren, um den sogenannten Verkehrswert, also den Marktwert, zu ermitteln. Informationen dazu erhalten Sie bei einem Gutachter, einem Makler oder einer im Immobiliengeschäft tätigen Bank.

Kaufnebenkosten und laufende Kosten berücksichtigen

Die Höhe Ihres Eigenkapitals beeinflusst die Höhe des Darlehens für Ihre Immobilienfinanzierung. Deshalb sind 20 bis 30 Prozent Eigenkapital beim Immobilienkauf empfehlenswert. Beziehen Sie neben dem Kaufpreis auch die Kaufnebenkosten in Ihre Kalkulation mit ein – zum Beispiel die Grunderwerbssteuer und Kosten für den Grundbucheintrag. Über die Jahre entsteht bei jeder Immobilie Erhaltungsaufwand. So können sich Vorschriften ändern oder die Heizungsanlage muss repariert werden. Bedenken Sie ebenfalls die Verwaltungskosten und verschiedene Versicherungen wie eine Wohngebäudeversicherung oder Rechtsschutzversicherung. Wenn Sie sich ein finanzielles Polster schaffen und Instandhaltungsrücklagen bilden, können Sie das Risiko minimieren und Maßnahmen zur Instandhaltung und Instandsetzung der Immobilie finanzieren.

Immobilie als Kapitalanlage: Vorteile und Nachteile

Wenn Sie sich für eine Immobilie als Kapitalanlage entscheiden, können Sie von niedrigen Zinsen sowie einer guten Rendite bei einer attraktiven Immobilie profitieren. Die Inflation hat nur einen geringen Einfluss auf den Immobilienwert. Zudem legen Sie durch den Immobilienkauf den Grundstein für Ihre Altersvorsorge. Sie erhalten auch Steuervorteile durch die Erleichterung der Steuerlast. So sind Schuldzinsen oder andere Aufwendungen zum Beispiel als Werbungskosten von der Steuer absetzbar. Der Kauf einer Immobilie kann aber auch einige Nachteile mit sich bringen. Es besteht die Möglichkeit eines Mietausfalls, zum Beispiel bei Leerstand, oder ein Wertverlust durch Mietereinfluss. Zudem müssen Sie sich als Vermieter um viele organisatorische Dinge kümmern. Wenn Sie beispielsweise eine Hausverwaltung beauftragen, können Sie Verwaltungsaufgaben abgeben und haben so weniger Aufwand.

Sie sind auf der Suche nach einer Immobilie als Kapitalanlage?

Der Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses kann sich finanziell lohnen. Sie erhalten Mieteinnahmen und investieren zugleich in Ihre Altersvorsorge.