Instandhaltungsrücklage: Was ist das?

Das sollten Eigentümer über die Rücklage wissen

Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung kaufen, sollten Sie finanzielle Rücklagen ansparen. Das Geld können Sie für unvorhergesehene Reparaturen an der Immobilie nutzen. Worum es sich bei der Instandhaltungsrücklage handelt und wie hoch sie ausfallen sollte, erfahren Sie hier.

Die Instandhaltungsrücklage

Der Kauf einer Immobilie dient häufig als Grundstein für die Altersvorsorge. Für den Werterhalt Ihres Eigenheims müssen Sie im Laufe der Zeit kleine oder größere Reparaturen einplanen. Bei der Instandhaltungsrücklage – auch Instandhaltungsrückstellung genannt – handelt es sich um einen finanziellen Puffer, mit dem sich Instandhaltungskosten und Instandsetzungskosten für Häuser oder Eigentumswohnungen begleichen lassen.

Wenn Sie ein Haus kaufen und keiner Eigentümergemeinschaft angehören, können Sie selbst entscheiden, ob Sie Instandhaltungsrücklagen bilden. Für Hausbesitzer ist dies aber empfehlenswert. Denn durch das Ansparen von Rücklagen können Sie anfallende Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen, Reparaturen oder für eine Modernisierung finanziell tragen.

Instandhaltungsrücklage bei Eigentümergemeinschaften

Wenn Sie eine Wohnung kaufen und Mitglied in einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind, müssen Sie laut Wohnungseigentumsgesetz, kurz WEG, einen eigenen Beitrag zur Instandhaltungsrücklage zahlen. Diese Rücklage ist häufig im sogenannten Hausgeld enthalten, das jeder Wohnungseigentümer monatlich an die Hausverwaltung zahlt. Es dient der Bewirtschaftung, Instandhaltung und Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums. Zum gemeinschaftlichen Eigentum gehören zum Beispiel die Wohnanlage und Aufzüge. Der Kalkulation des Hausgelds liegt ein Wirtschaftsplan der Hausverwaltung zugrunde. Wie die Kosten auf die Wohnungseigentümer verteilt werden, kann sich unterscheiden: So kann das Hausgeld in gleichen Anteilen von den Besitzern der Eigentumswohnungen gezahlt werden oder der Miteigentumsanteil wird nach Quadratmetern verteilt. Eine weitere Variante ist die Umlegung der Kosten mithilfe eines festgelegten Verteilungsschlüssels.

Höhe der Instandhaltungsrücklage

Die Höhe der Instandhaltungsrücklage ist nicht gesetzlich festgelegt. Sie sollte aber den individuellen Gegebenheiten angemessen sein. Zu den Faktoren, die hier berücksichtigt werden müssen, zählen das Alter, der Zustand und die Größe der Immobilie. Aber auch die Ausstattung des Objekts spielt eine Rolle. Hier verursacht die Reparatur eines Aufzugs zum Beispiel andere Kosten als die Instandhaltung einer Tiefgarage. Mit verschiedenen Methoden wie der Petersschen Formel oder der Hauffschen Formel lässt sich die Höhe einer angemessenen Instandhaltungsrücklage dann berechnen.

Instandhaltungsrücklage steuerlich absetzen

Grundsätzlich können Eigentümer die Instandhaltungskosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die Wohnung durch den Eigentümer vermietet wird. Zudem müssen die Beträge zur Rücklage tatsächlich für Instandhaltungsmaßnahmen wie Reparaturen oder Modernisierungen verwendet werden.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt, einen Steuerberater, einen Berater bei Ihrer Bank oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

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