Altes Haus sanieren

Das sollten zukünftige Hausbesitzer beachten

Sie möchten ein altes Haus kaufen und sanieren? Das ist zwar mit viel Aufwand verbunden, kann sich aber lohnen. Denn so können Sie Ihr Eigenheim nach Ihren Vorstellungen gestalten. Was Sie beim Hauskauf und bei den Sanierungsarbeiten beachten sollten, erfahren Sie hier.

Altes Haus statt Neubau

Ob 60er-Jahre-Bungalow am Stadtrand oder älteres Einfamilienhaus mit großem Garten: Ein Haus zu kaufen und es zu sanieren kann viele Vorteile gegenüber einem Neubau haben. Denn Altbauten sind häufig günstiger und haben ein größeres Grundstück. Zudem besitzen viele alte Häuser einen besonderen Charme. Ist der Sanierungsbedarf gering, können Sie direkt nach dem Hauskauf einziehen und die Arbeiten nach und nach erledigen. Einige Immobilien befinden sich allerdings in einem Zustand, der nicht den heutigen Energiestandards entspricht und große Umbauten erforderlich macht. Außerdem kann es bei alten Häusern versteckte Baumängel geben, die erst bei der Sanierung zum Vorschein kommen.

Darauf sollten Sie beim Hauskauf achten

Bei der Besichtigung eines alten Hauses sollten Sie prüfen, welche Sanierungs-, Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten notwendig sind. Vor diesem Hintergrund können Sie entscheiden, ob sich der Kauf der Immobilie finanziell für Sie lohnt. Das ist selbstverständlich nicht der Fall, wenn der Kaufpreis und die Kosten für die Haussanierung weit über den Kosten für einen Neubau liegen. So sollten Sie vor dem Kauf einer Immobilie zum Beispiel das Dach und die Fassade auf Mängel prüfen. Fenster, Heizungsanlagen, Leitungen und Elektroinstallationen gehören ebenfalls zur Ausstattung, die häufig erneuert werden muss. Es ist empfehlenswert, den Rat eines Gutachters einzuholen. Dieser hilft Ihnen dabei, einen Überblick über die notwendigen Sanierungen, Kosten und Aufwände zu erhalten. Zudem kann ein Gutachter Baumängel erkennen, die für Laien nicht ersichtlich sind. Wenn Sie ein altes Haus kaufen, das unter Denkmalschutz steht, müssen Sie sich bei der zuständigen Gemeinde nach den Auflagen erkundigen. Denn bei der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude sind bestimmte Vorgaben einzuhalten.

Typische Mängel bei alten Häusern

Je nach Alter und Zustand der Immobilie variieren die notwendigen Aufwände für Sanierungsmaßnahmen und Modernisierungen stark. Bei Häusern, die aus den 70er- und 80er-Jahren stammen, kann sich die Höhe dieser Kosten auf rund ein Drittel des Kaufpreises belaufen. Bei Häusern aus den Nachkriegsjahren können sogar rund 40 Prozent des Kaufpreises notwendig sein. Zu den typischen Mängeln alter Bauten gehören zum Beispiel Substanzschäden wie Risse im Putz, eine mangelhafte Dämmung sowie Reparaturbedarf an Dach und Dachstuhl. Durch sanierungsbedürftige Dächer oder Keller kann Feuchtigkeit ins Haus gelangen und Schimmel begünstigen. Zudem sind die Wasserrohre in alten Häusern häufig verrostet oder undicht und müssen ausgewechselt werden. Laut Energieeinsparverordnung ist es außerdem Pflicht, alte Heizkessel und Heizungen – abhängig von deren Art und Alter – auszubessern oder zu erneuern.

Altes Haus finanzieren

Wenn Sie eine Immobilie kaufen möchten, sollten Sie sich zuvor überlegen, wie viel Haus Sie sich leisten können. Stellen Sie dazu Ihre Ein- und Ausnahmen gegenüber. Kalkulieren Sie bei Ihrem Budget neben dem Kaufpreis und den Sanierungskosten auch die Kaufnebenkosten mit ein – zum Beispiel für Notar, Grundbucheintrag und Makler. Zudem sind finanzielle Rücklagen für unerwartete Ausgaben sinnvoll.

Für die Finanzierung eines alten Hauses benötigen Sie Eigenkapital, dessen Höhe die Höhe Ihres Darlehens und des Zinssatzes beeinflusst. Empfehlenswert ist es, 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten aus eigenen Mitteln aufzubringen. Handwerklich begabte Hausbesitzer sollten Sanierungsarbeiten in Eigenleistung erbringen. Denn das Streichen von Wänden oder Verlegen von Bodenbelägen lässt sich als Eigenkapital geltend machen. Ein Mitarbeiter Ihrer Volksbank Raiffeisenbank berät Sie gerne über eine Baufinanzierung.

5 Tipps für den Hauskauf und die Sanierung

Mit unserer Checkliste erhalten Sie einen Überblick über wichtige Punkte, die Sie beim Kauf eines alten Hauses und dessen Sanierung beachten sollten:

  • Prüfen Sie vor dem Kauf den Zustand der Immobilie und verschaffen Sie sich einen Überblick über die notwendigen Maßnahmen und Kosten. Holen Sie dazu den Rat eines Sachverständigen ein.
  • Nutzen Sie die vorhandene Bausubstanz möglichst weiter. So sparen Sie Zeit und Geld. Zudem bleibt der Charme des alten Hauses erhalten.
  • Planen Sie bei der Finanzierung den Kaufpreis, die Kosten für die Sanierung und Renovierung des Hauses sowie die Kaufnebenkosten ein.
  • Bilden Sie eine Instandhaltungsrücklage, um Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen tragen zu können.
  • Prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf Förderprogramme von zum Beispiel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) haben oder Fördermittel Ihrer Gemeinde beantragen können.


Weitere Informationen zum Immobilienkauf und zur Baufinanzierung erhalten Sie bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank vor Ort.

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Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Immobilienmakler, einen Sachverständigen, einen Experten bei Ihrer Bank oder durch die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.