Grundstückspreise

Womit Sie beim Kauf von Bauland rechnen sollten

Wer sich auf die Suche nach dem passenden Bauland für sein künftiges Haus begibt, sollte sich vorher über die Grundstückspreise informieren, mit denen gegenwärtig auf dem Immobilienmarkt zu rechnen ist. Denn auch unbebaute Grundstücke können mit höheren Kosten verbunden sein.

Quadratmeterpreis eines Grundstücks

Zu einer sorgfältigen Finanzierungsplanung gehört nicht nur die Budgetberechnung für den Bau des Hauses. Auch der Grundstückspreis sollte in den Baukosten aufgeführt sein. Um diesen realistisch einschätzen zu können, ist es empfehlenswert, sich am Bodenrichtwert zu orientieren. Dieser gibt an, wie viel ein Grundstück innerhalb eines Wohngebiets im Durchschnitt pro Quadratmeter kostet. Wie hoch der Richtwert in einer sogenannten Bodenrichtwertzone ist, ermittelt der jeweils zuständige Gutachterausschuss. Letzterer ist ein aus Fachleuten zusammengesetztes, unabhängiges Gremium, das auf Basis von Marktbeobachtungen Auskünfte über den Grundstückswert eines Objektes erteilt. Die Zusammensetzung und Aufgaben von Gutachterausschüssen sind in §§192 und 193 des Baugesetzbuches festgelegt.

Wie setzt sich der Grundstückspreis zusammen?

In Deutschland variieren die Grundstückspreise von Bundesland zu Bundesland meist sehr stark. Auch innerhalb von Regionen herrschen große Preisunterschiede. Das liegt daran, dass der Wert eines Grundstücks von verschiedenen Faktoren abhängt. Die wichtigsten davon sind

  • die Lage,
  • die Grundstücksgröße,
  • der Schnitt des Grundstücks,
  • die Bodenbeschaffenheit,
  • der Erschließungsgrad und
  • die Bebaubarkeit.
     
Achten Sie beim Kauf eines Grundstücks insbesondere darauf, ob es sich um Bauland handelt. Ob und inwiefern ein Grundstück bebaubar ist, regelt das Baugesetzbuch und der Bebauungsplan der jeweiligen Gemeinde. Erkundigen Sie sich daher vor dem Kauf bei der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung vor Ort über die Bebaubarkeit des Grundstücks.

Erschließungsgrad eines Grundstücks

Ein Grundstück gilt als erschlossen, wenn es entsprechend der Länderbauordnung an die Wasser-, Abwasser- und Stromversorgung sowie an das öffentliche Straßennetz angebunden ist. Je nach Bundesland zählen zum Beispiel auch Fernwärme- und Gasleitungen zu den Erfordernissen. Erfüllt das Grundstück nicht alle oder keine der Kriterien, ist es nur teilerschlossen bzw. nicht erschlossen. Es liegt dann an Ihnen, es gemäß den Vorgaben zu erschließen. Um den zusätzlichen Aufwand zu verringern, entscheiden sich daher viele Kaufinteressenten für ein vollständig erschlossenes Grundstück. Beachten Sie jedoch, dass Verkäufer den Grundstückspreis bei erschlossenem Bauland oft höher ansetzen.

Entwicklung von Grundstückspreisen

In den vergangenen Jahren ist das Preisniveau in vielen Regionen erheblich gestiegen. Dem Immobilienmarktbericht der Gutachterausschüsse zufolge sind vor allem Städte von steigenden Grundstückspreisen betroffen. Wie lang der Aufwärtstrend bestehen bleibt und wann die Preise sinken werden, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Viele Käufer nehmen deshalb die momentan niedrigen Bauzinsen zum Anlass, sich ihren Wunsch nach einem eigenen Haus zu erfüllen. Ihre Volksbank Raiffeisenbank vor Ort hilft Ihnen gerne dabei, die passende Finanzierung für Ihr Bauvorhaben zu finden.

Lassen Sie sich über Finanzierungsmöglichkeiten für Ihr Bauvorhaben beraten.

Die Experten Ihrer Volksbank Raiffeisenbank unterstützen Sie dabei, das passende Grundstück und die richtige Baufinanzierung zu finden.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Berater bei Ihrer Bank oder durch die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.