So finanzieren Sie Ihre Photovoltaikanlage

Durch eine Solaranlage Ihren Haushalt mit Strom versorgen

Mithilfe spezieller Solarkredite und Zuschüsse können Sie die Anschaffung einer Photovoltaikanlage finanzieren. Wie viel eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus kostet und wann es sich lohnt, eine anzuschaffen, erfahren Sie hier.

Wann und für wen lohnt sich eine Solaranlage?

Wegen der stark gestiegenen Strompreise suchen viele Immobilienbesitzer nach günstigen Alternativen zur Stromversorgung. Sehr beliebt sind derzeit Photovoltaikanlagen, auch PV-Anlagen genannt. Diese versorgen den Haushalt mit kostengünstigem und umweltfreundlich produziertem Strom. Die Installation einer Solaranlage lohnt sich vor allem bei hohem Eigenverbrauch.  Wer ein E-Auto besitzt, kann mit der Aufladung des Autos den Eigenverbrauch der Photovoltaikanlage noch zusätzlich erhören. Nutzen Sie eine Wärmepumpe, können Sie ebenfalls von der Anschaffung einer Photovoltaikanlage profitieren. Denn Wärmepumpen verbrauchen viel Strom. Durch die Kombination mit einer Solaranlage sparen Sie daher Stromkosten.

Beispiel: Kosten einer Solaranlage für ein Einfamilienhaus

Den durchschnittlichen  Anschaffungspreis einer Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus können Sie der Tabelle entnehmen. Bedenken Sie dabei jedoch, dass die Kosten davon abhängen, für welche Speichergröße und -technik sowie für welche Anlagenleistung Sie sich entscheiden. Im Durchschnitt müssen Solaranlagen, die ein Einfamilienhaus versorgen, eine Leistung von drei bis fünf Kilowatt-Peak (kWp) bringen. Wenn Sie ein E-Auto oder eine Klimaanlage betreiben, steigt der nötige kWp.

Durch die Anschaffung einer PV-Anlage entstehen Ihnen jedoch nicht nur Kosten, sondern Sie sparen durch den günstigeren Strom auch welche ein. Hinzu kommt, dass der durchschnittliche Ertrag einer Photovoltaikanlage von 4.000 bis 10.000 Kilowattstunden pro Jahr häufig höher als der Verbrauch ist, wodurch Sie Ihren erzeugten Strom ins Netz einspeisen und somit von der Einspeisevergütung profitieren können.

Teile der Photovoltaikanlage Kosten
Solarpaneele ab ca. 5.500 EUR
Wechselrichter zur Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom ab ca. 1.800 EUR
Installation und Zubehör ab ca. 2.500 EUR
Stromspeicher ab ca. 9.000 EUR
Gesamtkosten ab ca. 18.800 EUR

Leasing einer Photovoltaikanlage

Falls Sie keine Solaranlage kaufen möchten, haben Sie auch die Möglichkeit, eine zu leasen. Dabei schließen Sie einen Vertrag mit einer Leasing-Gesellschaft, die eine PV-Anlage für Sie kauft und Ihnen zur Nutzung überlässt. Dafür zahlen Sie ein monatliches Nutzungsentgelt. Beim Leasing einer Photovoltaikanlage entstehen Ihnen keine Anschaffungskosten und Sie wissen von Anfang an, mit welchen Aufwendungen Sie innerhalb der gesamten Laufzeit rechnen müssen. Jedoch sollten Sie berücksichtigen, dass der Preis fürs Leasing höher ausfällt als für den Kauf einer Solaranlage, wenn Sie die Gesamtkosten über die Jahre hinweg bedenken.

Förderungen für Solaranlagen

Verschiedene Fördermöglichkeiten und Kredite erleichtern es Immobilienbesitzern, ohne viel Eigenkapital eine Photovoltaikanlage zu erwerben. Denn seit Juli 2021 haben Eigenheimbesitzer im Rahmen von Sanierungen oder Neubauten nach Effizienzhaus-Standard EH 40 die Möglichkeit, eine PV-Anlage anteilig mit fördern zu lassen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet hier unterschiedliche Fördermöglichkeiten zu verschiedenen Konditionen. Wichtig: Den Antrag für einen KfW-Kredit müssen Sie vor dem Beginn der Arbeiten zur Installation der Photovoltaikanlage stellen.

Einige Umweltbanken bieten auch spezielle Solarkredite zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage. Dabei sind sowohl die Zinsen als auch die Anschaffung inklusive Nebenkosten steuerlich absetzbar. Sie können aber auch einen klassischen Ratenkredit von Geschäfts- oder Regionalbanken als Solarkredit nutzen. Ein Mitarbeiter Ihrer Hausbank berät Sie gern ausführlich zum Thema Kredit.

Fragen und Antworten zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage

Was ist die Einspeisevergütung?

Eigenheimbesitzer können Ihren erzeugten Solarstrom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bekommen sie dafür eine Einspeisevergütung von 8,6 Cent pro Kilowattstunde bei Solaranlagen mit weniger als 10 kWp. Für Solaranlagen mit weniger als 40 kWp beträgt die Einspeisevergütung 7,5 Cent pro Kilowattstunde.  Bei Anlagen mit mehr als 40 kWp gibt es 6,2 Cent pro Kilowattstunde. Die Einspeisevergütung erhalten Sie maximal für eine Zeitspanne von 20 Jahren.

Was ist der Unterschied zwischen Volleinspeisung und Überschusseinspeisung?

Bei der Volleinspeisung leiten Sie Ihren gesamten Solarstrom ins öffentliche Stromnetz. Bei der Überschusseinspeisung hingegen nur die Menge, die Sie nicht im eigenen Haushalt verbrauchen.

Informieren Sie sich bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank über Finanzierungsmöglichkeiten für eine Photovoltaikanlage.

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